Das Tenorhorn ist ein weit mensuriertes Blechblasinstrument mit drei oder vier Ventilen,
wird mit einem Kesselmundstück gespielt und gehört zur Familie der Bügelhörner. Die Grundrohrlänge ist
(in B-Stimmung) mit 266 cm etwa doppelt so lang wie die des B-Flügelhorns. Gelegentlich wird das Tenorhorn
auch als "Bassflügelhorn" oder ironisch als "Ferkelbass" bezeichnet.
Durch das Tenorhorn wurde eine Lücke
in der Instrumentierung zwischen den tiefen Blechblasinstrumenten (Tuba) und den (tiefen) Es-Trompeten der Alt-Lage
geschlossen, die sich durch das Verschwinden z.B. der Ophikleide in Folge der Erfindung und Verwendung der Ventile
aufgetan hatte. Erstmals eingesetzt wurde es 1847 in der Militärmusik.
Als Mitglied der Bügelhorn-Familie weist das
Tenorhorn eine konische Mensur auf, die jedoch enger ist als die des Baritonhorn (das etwa gleich lang ist), weshalb
sich demgegenüber auf dem Tenorhorn höhere Naturtöne besser erzeugen lassen. Sein Ton wird im Verhältnis zum
Bariton in hohen Lagen als klanglich heller und stärker empfunden. Im Blasorchester ist es deshalb sehr gut für Soli geeignet.
Die Posaune entstand in ihrer jetzigen Form bereits um 1450 in Burgund als Weiterentwicklung der Zugtrompete
und ist neben der Violine eines der ältesten voll chromatisch spielbaren Orchesterinstrumente.
Die Posaune ist ein tiefes
Blechblasinstrument, das aufgrund seiner weitgehend zylindrischen Bohrung (enge Mensur) zu den Trompeteninstrumenten zählt.
Die Posaune besteht aus einem S-förmig gebogenen zylindrischen Rohr, in das an einem Ende ein Mundstück eingesetzt
wird und das sich am anderen Ende zum Schalltrichter öffnet (auch: Stürze oder Schallbecher).
Der Ton entsteht wie
bei allen Blechblasinstrumenten durch die Vibration der Lippen des Spielers am Mundstück zur Anregung stehender
Wellen in der Luftsäule des Instruments.
Eines der ursprünglichsten Musikinstrumente, die der Mensch benutzte, dürfte das Horn sein.
In seiner Urform bestand es aus einem Tierhorn, genauer einer Hornscheide der Cavicornia genannten Tiergruppen
(Rinder, Schafe, Ziegen u.a.). Das Horn wurde dabei an der abgeschlagenen Spitze oder an einer seitlich gebohrten
Öffnung angeblasen. Neben Hornscheiden wurden auch Stoßzähne, Schneckengehäuse oder Muscheln in ähnlicher
Weise verwendet. Da diese Instrumente allenfalls über einige wenige aber dafür laute Töne verfügten, eigneten sie sich
vor allem als Signalinstrumente.
Diese Hörner sind mehr oder weniger die Vorläufer von Trompete, Posaune, Bügelhorn
und dem Waldhorn - am letzteren ist allerdings der Name Horn oder Corna hängen geblieben. Die Geschichte des
eigentlichen Waldhorns beginnt dagegen erst am Ende des 17. Jahrhunderts.
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